Liebe Leserinnen und Leser,
als unser kleines Team sich letzte Woche traf, um sich auf einen neuen Newsletter einzustimmen, begannen wir wie immer mit einer persönlichen Check-In-Runde. Bei allen war sie präsent, die Welt im Großen mit ihren dunklen Facetten und im Kontrast dazu unsere Welt am Tempelhof. Im Licht weltweiter Gewalt, Naturkatastrophen, der ratlosen Gesichter von Merz und Co. angesichts der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erscheint uns Tempelhof nahezu wie ein Paradies. Nicht, dass wir hier keine Herausforderungen hätten, ganz im Gegenteil! Wo Menschen sich so nah sind, menschelt es, wie überall! Aber unsere Werte, unsere Strukturen, unsere Kommunikationskultur und die Werkzeuge für soziale Prozesse helfen uns, immer wieder einen konstruktiven Umgang zu finden, wenn es irgendwo klemmt. Das Wichtigste vielleicht: Wir lernen immer besser, einander zuzuhören.
Aus dieser Erfahrung speist sich unsere Zuversicht. Wenn alte Bäume morsch geworden sind, lassen wir sie zusammenbrechen – und kümmern uns derweil um das junge Bodenleben. Um das, was in unserer – und euerer – Macht liegt, gestaltender Teil des Wandels zu sein. In der einen und anderen Weise handeln diesesmal fast alle Beiträge davon: Vom persönlichen Wandel und der Kraft von Gemeinschaft dafür. Es ist uns ein tiefes Anliegen, diese Kraft mit euch zu teilen.
Ganz zu Anfang steht jedoch ein Nachruf. Adda, eines der Urgesteine der Gemeinschaft, ist in diesem Sommer gestorben. Viele von euch werden ihr am Tempelhof begegnet sein, zuletzt immer mit dem Sauerstoffgerät an ihrer Seite.
Mit einem Foto vom herbstlichen Tempelhof am frühen Morgen grüßen wir euch herzlich!
Euer Newsletter-Team











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