Kommunikation ist uns nicht in die Wiege gelegt, sondern wir lernen sie von Kind an, in den Umwelten, die wir vorfinden, in Familie, Kita, Schule usw. und im gesellschaftlichen Klima, das über Medien, Politik und „Zeitgeist“ in unser Miteinander hineinwirkt.
Ein von Vertrauen getragenes Miteinander kommt ohne wirkliche Begegnungsfähigkeit nicht aus. Mit sich selbst ehrlich sein und von sich zu sprechen, ist die „Eintrittskarte“ in das Erleben von Verbundenheit in einer Gruppe. Wir Tempelhöfer haben bekanntlich von Anfang an auf den Wir-Prozess gesetzt, in dem die Kunst wirklicher Begegnung geübt wird. Jahr für Jahr spüren wir dessen Wirk-Kraft stärker, weil diese Art der Kommunikation immer mehr Teil unserer eigenen Persönlichkeit wird.
Uns fällt in unseren Gemeinschaftskursen seit einiger Zeit auf, dass es länger als vor etlichen Jahren dauert, bis Menschen unverblümt und ehrlich sprechen. Es scheint, als sei mangels Übungs- und Erfahrungsräumen in unserer Gesellschaft eine persönliche und soziale Kulturtechnik im Schwinden, nämlich die einer sich selbst bewussten, analogen und auf Begegnung angelegte Kommunikation. Wo diese nicht mehr stattfindet, verkümmern wir als soziale Wesen und bleiben in unserer eigenen Entfaltung weit hinter unserem Potential zurück.
Dieser Beobachtung tragen wir Rechnung. Wir bieten ergänzend zu den üblichen Wir-Prozessen nun mit „Wir-Prozess plus“ einen Workshop für Einsteiger an. Das Besondere an diesem Kurs ist, dass in den klassischen Gruppenprozess gezielte Übungen eingeflochten sind, um tiefer in einzelne Empfehlungen einzutauchen. Im Wechselspiel von Übung und Gruppenprozess wird das „Andere“ an dieser Art der Kommunikation unmittelbar erfahrbar. Das Erlebte lässt sich in den Alltag mitnehmen.
Er findet vom 4. bis 7. Juni statt.
Interesse? Mehr dazu hier.
Susanne Socher und MaLu Stiefel







