15 Jahre Tempelhof – Teil 1

Impressionen von einem schönen Fest.

Was für ein Wochenende!

Nach langen Vorbereitungen bestens gerüstet – und dann geht am Tag des Geschehens die Spülmaschine unserer Großküche kaputt! In solchen Momenten wird, nach kurzer Schreckstarre, der Gemeinschaftsgeist ohne großes Aufheben aktiviert, wie selbstverständlich waren HelferInnen zur Stelle (und der Kundendienst zum Glück dann auch).
Am Samstag feierten wir quasi mit der engeren Familie – ehemalige Tempelhöfer, UnterstützerInnen, Freunde und Freundinnen sowie die uns verbundenen Nachbarn und Schuleltern. Am Abend dann das kulturelle Highlight mit zwei sehr verschiedenen Konzerten: Klaviermusik mit dem schwedischen Pianisten Helge Antoni (dazu ein Extrabeitrag) und experimenteller Hip-Hop mit dem Rapper Rico Loop.
So waren wir auf vielen Ebenen gut genährt für den großen Festtag, zu dem wir die Menschen aus unserer Gemeinde und der weiteren Region eingeladen hatten. Das Hohenloher Tagblatt hatte uns aus Anlass des Jubiläums in den Tagen zuvor eine ganze Seite gewidmet – wir schätzen uns glücklich, dass unsere örtliche Tageszeitung uns so wohl gesonnen ist!

„Vom verlassenen Ort zum lebendigen Dorf“ war das Motto unseres Feierns. Und in der Tat – schöner, lebendiger hätte sich unser Dorf nicht zeigen können. Alles spielte mit: Die Natur in voller Blüte, der Himmel blau und sonnig, verschiedenste Plätze für entspannte Begegnungen und Aktivitäten. Vom „verlassenen Ort“ zeugten nur noch die Fototafeln, die wir an verschiedenen Stellen aufgestellt hatten.

Viele Menschen sind gekommen, die wir noch nie bei uns gesehen hatten. Das gesamte Areal des Dorfes war belebt und bespielt von Menschen aller Generationen. Essen und Kuchen hat für alle gereicht. Führungen und Gesprächsräume waren gut besucht, ebenso die Mitsingkonzerte unserer Musiker, LaBänd und LeChör. Es lag eine heitere, entspannte Atmosphäre über dem Fest, das mit vor Lebensfreude sprühenden Kreistänzen am späten Nachmittag auf der Dorfwiese endete.

Begonnen hatte der Tag mit einem vormittäglichen Festakt u.a. mit VertreterInnen der Gemeinde Kreßberg, an dem vor allem die Anfänge der Gemeinschaft erinnert und das Miteinander gewürdigt wurden. Dass die Begegnung zweier so unterschiedlicher Welten, der ländlichen Gemeinde im Norden von Baden-Württemberg und der Münchener Gruppe „In Gemeinschaft leben“ gelungen ist, war keine Selbstverständlichkeit. Es war die Offenheit und der wechselseitige Respekt, mit dem sich die damaligen Akteure, Bürgermeister Robert Fischer und unsere Gründertrio Agnes, Wolfgang und Roman von Anfang an begegnet sind und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt haben.
Insgesamt war viel wechselseitige Wertschätzung spürbar – auch mit einem kleinen Augenzwinkern: „Ich habe erst durch Tempelhof gelernt, in welcher Vielfalt man von Vorgaben abweichen kann“, so Annemarie Mürter-Maier, unsere heutige Bürgermeisterin. Tempelhof, so sagte sie aber auch, sei heute ein Ort der Begegnung, Inspiration und ein Impulsgeber weit über die Region hinaus.

Viele, viele Begegnungen an einem Tag – und es schwingt auch ein leises Bedauern mit, dass am Ende in dem ganzen Trubel doch nicht so viel Zeit füreinander war. Vielleicht sind manche dieser knappen Begegnungen ein Anfang für … – wer weiß?

Ohne die Unterstützung und Mitwirkung von VIELEN  – Schuleltern, NachbarInnen, den jungen Leuten aus dem Zukunftsjahr am Tempelhof und dem Flow Valley-Bildungsprojekt in unserer Nachbarschaft, den vielen Gemeinschaftsmitgliedern und ihren Kindern sowie unseren ProjektmitarbeiterInnen – wäre das Fest so nicht zustande gekommen. Danke an alle, auch an den Tempelhofgeist, der beim Festakt plötzlich Gestalt angenommen und seine Wahrnehmungen über die Entwicklungen an seinem Heimatort preisgegeben hatte!

MaLu Stiefel

Und hier geht es zum Fest:

Aktuelles

  • Tempelhof News Sommer 2026

    Im Newsletter im Sommer 2026 zeigen wir, wie wir Frieden, Wandel und Miteinander leben – von der Schule über die Dorfentwicklung bis zur Wärmewende.

  • Klassik am Tempelhof

    19. Juni, 20 Uhr in der KulturKapelle am Tempelhof.

    Das Kolmar-Quartett spielt Werke von Fanny Hensel und Bela Bartok.
    Es wird eine Einführung zu den Werken geben.
    Eintrit frei, um Spenden wird gebeten.

  • Start Helferwochen

    Wir laden herzlich dazu ein, durch einen zeitweisen Aufenthalt als helfender Gast am Tempelhof unser Gemeinschaftsleben zu erfahren!

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