Teilhaben am Wandel des Tempelhofes

Weiterentwicklung unserer gemeinschaftsbildenden Kommunikationskurse

Zu unserem Selbstverständnis als Zukunftswerkstatt gehört schon immer, dass wir an unseren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Sie fließen ein in die Gemeinschaftsberatung und unsere gemeinschaftsbildenden Seminare, die sich mit und durch uns immer weiterentwickeln.

So ein besonderes Miteinander, wie wir es in unserer Intensivzeit in den ersten Tagen des Jahres erlebt haben, fällt nicht vom Himmel. Es ist die Frucht unserer von Anfang an fest verankerten „Investition“ in unsere Sozialprozesse, in die Entwicklung einer bewussten Kultur des Miteinander, in unsere Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten.

Wir-Entwicklung und Ich-Entwicklung

Niemand, der oder die sich über viele Jahre auf das gemeinsame Leben am Tempelhof wirklich eingelassen hat, ist noch derselbe Mensch wie zu Beginn. Offenheit für sich und die anderen im Sprechen und Zuhören ist Potentialentfaltung pur. Zentrales Element unserer internen Kulturentwicklung war und ist der Wir-Prozess. Die Haltung, die ihm zugrunde liegt, ist Teil unserer Gemeinschafts-DNA geworden. In unseren Intensivzeiten spielen wir auch mit vielen weiteren Elementen und Übungen. Wir sind ja ein experimentierfreudiger Haufen. Neues Wissen über Trauma ist hinzugekommen und damit neue Einsichten über Konflikte, misslingende Kommunikation und die Vorbeugung von beidem. Viele von uns Tempelhöfern kennen es: Aller Gemeinschaftserfahrung zum Trotz geraten wir immer wieder in Verhakeleien – in bestimmten Situationen, mit bestimmten Menschen. Dann braucht es spezielle Werkzeuge, spezielle Begleitung, sich davon wieder frei zu machen. So ist im Lauf der Zeit unsere Schatzkiste an Erfahrungswissen immer voller geworden. Nun ist es an der Zeit, diese Erfahrungen in die Weiterentwicklung unserer Kursangebote einzubringen.


Erweitertes Kursangebot in 2026

Abgesehen davon, dass wir wie jedes Jahr einladen, als Helfender Gast wochenweise in unser Gemeinschaftsleben einzutauchen und unsere gewachsene Kultur des Miteinanders im Alltag direkt zu erfahren, führen wir unsere bewährten Gemeinschaftsbildungskurse und die Kennenlernwochenenden weiter. Wir erweitern jedoch das Kursspektrum rund um den WIR-Prozess. Dieser wird nach wir vor auch in seiner puren Form angeboten.

Neu entwickelt haben wir nun einen Kurs für Menschen, denen es um die Kommunikation im Alltag geht – in der Familie, am Arbeitsplatz, mit den Nachbarn, im Bekannten- und Freundeskreis. Auch hier geht es darum, in Beziehung zu treten, ein Wir zu erleben, aber eben nicht als Gruppen-Wir, sondern in der Begegnung mit einem direkten Gegenüber. Was hier gelernt wird, lässt sich in allen denkbaren Alltagssituationen anwenden und braucht keine spezielle „Gesprächsanordnung“.
Dieser Kurs „Miteinander reden! Handwerkszeug für herausfordernde Gesprächsmomente“ findet schon bald statt, vom 6.-8. März.


Ein zweites neues Format ist der Wir-Prozess „plus“ – Ein Workshop für Einsteiger.
Dieser Workshop bietet einen Einstieg in den Wir-Prozess und vermittelt über das reine Erleben des Prozesses hinaus die wesentlichen Grundlagen dieser besonderen Form der Kommunikation und Verbindung. Als „Plus“ in diesem Kurs für Einsteiger bieten wir ergänzend zum Gruppenprozess einzelne Übungen an, um tiefer in die Erfahrung einzelner Gesprächsempfehlungen einzutauchen. Im Wechsel von Übungen und Gruppenprozess wird es möglich, den Wir-Prozess tiefer zu erfassen und das Erlebte in den Alltag mitzunehmen.
Wir-Prozess „plus“ – Ein Workshop für Einsteiger am 4.-7. Juni

Den Jahreskurs „Tiefes Wir“ zur Vertiefung des Wir-Prozesses und seiner Haltung wird es weiterhin geben – nun verstärkt mit der Ausrichtung auf „den Prozess in der Tiefe verstehen und verkörpern lernen“. Voraussetzung für die Teilnahme ist mind. ein Wir-Prozess. Tiefe entsteht oft bereits in einzelnen Wir-Prozessen.

Doch das Verständnis für die Dynamik, die innere Logik und die subtile Bewegung des Prozesses vertieft sich erst durch Wiederholung. Die Jahresgruppe schafft einen kontinuierlichen Erfahrungsraum, in dem Muster bewusster werden, innere Mechanismen klarer sichtbar werden und die Fähigkeit zum Raumhalten organisch wächst. Der Kurs richtet sich an Menschen, die tiefer in Beziehung eintauchen möchten, Räume halten lernen wollen, mit Gruppen arbeiten oder den Wir-Prozess als spirituell-politischen Weg verstehen. An alle, die spüren, dass unser Umgang miteinander grundlegend für die Zukunft unserer Gesellschaft ist.

Start der Jahresgruppe: 17.-20. September

Thematische Wir-Prozesse
Die Möglichkeit, sich auf ein Thema im Stil und in der Haltung des Wir-Prozesses einzulassen, bieten wir seit vielen Jahren – zum Thema „Sterben, Tod und Werden“. Dieser Kurs findet auch dieses Jahr wieder statt.
„Sterben, Tod und Werden“ am 20.-23. November

Neu im Programm ist dieses Jahr der Kurs „Familie. Ach, Familie!“.
Wir alle haben Familienrollen – als Tochter oder Sohn, vielleicht als Eltern, Großeltern, Geschwister und viele kennen es: Herausfordernde Beziehungen im Familiengeflecht, dünngewordene Gesprächsfäden, wiederkehrende Konfliktmuster. Unerledigte Familienthemen tauchen unweigerlich auch im Gemeinschaftsleben auf, als Projektionen auf andere Mitglieder.
Es kann überraschend befreiend sein, im Gesprächsraum eines Wir-Prozesses nicht mit den eigenen Angehörigen zu sprechen, sondern mit den Töchtern, Söhnen, Vätern und Müttern anderer Menschen. Das Gespräch fließt leichter, das Gehörte kann freier ankommen. Im Spiegel der anderen erkennen wir unsere Wirkung – und können sie verändern. Immer wieder haben wir in Wir-Prozessen heilsame Begegnungen erlebt zwischen Angehörigen verschiedener Generationen erlebt, wenn solche Themen zur Sprache kamen.

Dafür öffnen wir mit diesem neuen Angebot den Raum. Für Menschen, die sich eine lebendigere Gesprächskultur mit ihren erwachsenen Angehörigen wünschen, mehr Harmonie und Tiefe in den Begegnungen.
„Familie. Ach, Familie!“ am 4.-6. Dezember

Wir laden dich herzlich ein, in unserem Veranstaltungskalender zu stöbern und von diesen Angeboten Gebrauch zu machen, wenn sie in deine aktuelle Lebensphase passen.

MarieLuise Stiefel

Aktuelles

  • Tempelhof News Februar

    Mit dem Newsletter im Februar laden wir ein, mit uns auf 15 Jahre Tempelhof zurück zu schauen und an unserem Wandel teilzuhaben.

  • Bald macht das Café wieder auf!

    Die Winterpause geht langsam zu Ende. Ab 15. März öffnet das Schlosscafé wieder, die Kaffeemaschinen laufen wieder warm und die Torten werden gebacken. Ab 15.3. ist das SchlossCaféTeam wieder Sonntags von 13:30-17:00 Uhr da.

  • Familientheater

    Unterstützt durch das Deutschen Kinderhilfswerk konnten in 2025 drei berührende Familientheater-Stücke in unserer Kapelle gezeigt werden. Zuletzt „Butterbrezeln für Einhörner“ mit Ana Berkenhoff.

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