In der einstigen Weltsprache Latein teilen humus und humanus dieselbe Wortwurzel. Wobei humanus neben »menschlich«, »menschenwürdig« und »menschenfreundlich« auch »fein gebildet« bedeutet. Humanität ist also mit der feinen, lockeren, durchgearbeiteten Konsistenz lebendiger Erde verwandt! Mitunter hat es den Anschein, als schwinde Humanität in der Welt so, wie in großem Maßstab Humus erodiert. Ist die Fruchtbarkeit der von Menschen bewohnten Erde untrennbar mit Menschlichkeit verwoben?
An solchen Fragen knüpft die Lebendigkeits‐Werkstatt »Erde« an. Sie zielt darauf,

  • das eigene Sein und Handeln neu zu erden
  • Erde als lebendig zu erfahren und
  • aus der Begegnung mit lebendiger Erde Impulse für eine nachhaltige Lebens‐ und Arbeitspraxis zu beziehen.

Erde in ihrer Lebendigkeit zu begegnen schafft Wertschätzung und inspiriert zu ermutigendem Dank.

Zur Mitwirkung eingeladen

sind Menschen, die in irgendeiner Weise mit Erde zu tun haben sowie alle, denen Zukunft stiftende Formen des Lebens und Wirtschaftens am Herzen liegen (max. 12 Personen).

Zur Methodik

Kreative Prozesse, die das Wahrnehmen ent‐automatisieren, ermöglichen es zu Beginn der Werkstatt, guter Muttererde in ihrer Lebendigkeit zu begegnen (Phase 1).
Aus diesem Erfahren entstehen Impulse für ein Verlebendigen der je eigenen Lebens‐ und Arbeitspraxis (Phase 2). Die dabei stattfindende Kommunikation unterscheidet sich grundlegend vom üblichen Diskutieren, indem sie diesseits von Meinungen, Theorien und Urteilen ansetzt: Der jeweils eingebrachte Impuls wird gemeinsam betrachtet, befragt, erkundet. Das führt in einen Raum plastischer Ko‐kreativität,
aus dem sich Substanz zeigen kann.

Phase 3 integriert entstandene Impulse in den Horizont der je eigenen Möglichkeiten.

Kurtund Weber

Begleitet wird die Werkstatt von Hildegard Kurt, promovierte Kulturwissenschaftlerin, Autorin und praktisch auf dem Feld des Erweiterten Kunstbegriffs (Joseph Beuys) tätig. Das jüngste

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 11. August um 20 Uhr mit einem Vortrag von Andreas Weber, Autor des Buches “Enlivenment. Eine Kultur des Lebens”, ein Versuch einer grundsätzlich neuen Sichtweise auf das Zusammenspiel von Natur, Mensch und Ökonomie.

Zum Kontext

Lebendigkeits‐Werkstätten auf verschiedenen gesellschaftlichen Feldern sind Teil der 2015 vom und Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. (und.Institut) initiierten Erkundungsreisen in Kulturen der Lebendigkeit. Die Lebendigkeits‐Werkstätten »Erde« (ab 2017) bereiten den Boden für ein Erdfestival (Arbeitstitel) in 2018.
www.cultures‐of‐enlivenment.org, www.und‐institut.de

Anmeldung

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Name & Adresse
(wenn nicht Deutschland)
Teilnehmer
Erwachsene
1. Erwachsener
Verpflegung und Übernachtung

Vegetarische, saisonale Gerichte, überwiegend mit Lebensmitteln aus der eigenen solidarischen Landwirtschaft zubereitet, hochwertig, biologisch und garantiert frisch, gestern geerntet und heute verarbeitet. Darüber hinaus kaufen wir biologisch, möglichst regional, bzw. aus fairem Handel.

Die Vollverpflegung beinhaltet Frühstück, Mittagessen, Abendessen sowie Pausensnacks mit Wasser, Tee und Kaffee:
inklusivpreis

Übernachtungspreise pro Person und Tag.

Sonstiges