Die Arbeit wurzelt in der Stille. Ähnlich wie in vielen Meditationsformen spielen zwei scheinbar paradoxe Elemente eine Rolle: es geht um loslassen, sich öffnen und weiten und es wird der Fokus auf etwas gerichtet.

Im Miteinander vertieft sich bei jedem einzelnen die Beobachtung dessen was IST. Dies führt zu einer größeren Offenheit im Bereich des Denkens, Fühlens und Wollens. Die Wahrnehmung weitet sich. Aus der Haltung des tiefen Zuhörens und Spürens richtet die innere Aufmerksamkeit sich in einer lebendigen, dynamischen Bewegung auf Aspekte der eigenen Einzigartigkeit, auf die Anderen, das Geschehen in der Gruppe und den Möglichkeitsraum dahinter. Es braucht feines Unterscheidungsvermögen, Vertrauen und Mut um zu beurteilen was von alldem zu der gemeinsamen Frage beiträgt und somit ausgesprochen sein will.

Aus dieser Art des Zusammenseins kann ein Gefäß entstehen, in dem sich immer deutlicher und leichter etwas, das wie aus einem übergeordneten Raum kommt,ausdrucken kann. Das Gespürte will sich vielleicht in Form und Farbe zeigen oder wie im Traum tauchen Archetypen auf. Es kann sein, dass die umgebende Natur sich wie am Gespräch beteiligt. Verbundenheit mit Allem, was ist, wird erlebbar. Es ist wie ein Schöpfen aus einer Quelle, die dem Einzelnen so nicht zugänglich wäre.

In diesem Seminar geht es in erster Linie darum, collective presencing zu erfahren. Die Frage, die das gemeinsame Spüren im Schloss Tempelhof leiten wird, schließt an an die Anliegen der Menschen, die diesen besonderen Ort gestalten und weiter entwickeln:

Wie können Gruppen oder Gemeinschaften zu der Entwicklung einer weisheitsvollen,mitfühlenden und nachhaltigen Kultur des Miteinanders beitragen?

Der Kreis ist ein Urbild für das Soziale. Etwas im Menschen weiß wie es sich anfühlt wenn Menschen so zusammenkommen, dass aus dem Herzen gesprochen und zugehört werden kann. Collective Presencing basiert auf der Kreisarbeit, wie sie u.a. von Christina Baldwin und Ann Linnea beschrieben wurde, geht aber darüber hinaus. Das Wort Presencing setzt sich zusammen aus den englischen Worten presence – Präsenz – und sensing – Spüren. Es handelt sich um eine Wortschöpfung von Otto Scharmer. Ein kleine internationale Gruppe, der Griet Hellinckx angehört, hat im Laufe der vergangenen sieben Jahre den Prozess des collective presencing, wie er in diesem Seminar aufgegriffen wird, im Miteinander erprobt, erforscht und weiterentwickelt. Weitere Hintergrundinformationen gibt es auf www.collectivepresencing.org

Info und Anmeldung:
Griet Hellinckx, griet.hellinckx@gmx.de

oder per Post:

Griet Hellinckx
Windschnur 8
83132 Pittenhart

Buchung von Übernachtung und Verpflegung direkt bei seminarhaus@schloss-tempelhof.de