komm-kultur

Beziehungs- und Kommunikationskultur

Wir entscheiden uns, wirklich in Beziehung zu gehen. Wir kommunizieren offen und aus dem Herzen...

Bedarfseinkommen am Tempelhof

Für das Jahr 2012 haben wir am Tempelhof 21 Menschen, die teilweise oder voll ihren monatlichen Finanzbedarf am Tempelhof decken. Dies ist zu einem Zeitpunkt, an dem der Tempelhof erst ein Jahr existiert, eine sehr mutige finanzielle Verantwortung.

Dieser Verantwortung der Gemeinschaft, steht die Bereitschaft der einzelnen Gemeinschaftsmitglieder gegenüber, sich von der Verknüpfung von Geld und Wert zu lösen.

Wir haben mit der Entscheidung für das “Bedarfseinkommen am Tempelhof” kurz BEAT genannt, einen Schritt getan in Richtung unserer Vision. Hin zu einem solidarisch miteinander wirtschaften.

Die Idee zu dem Bedarfseinkommen besteht in der Absicht, die Kosten für die Teilnahme an dem Leben am Tempelhof, die Verpflichtungen nach Außen und eine sinnvolle Lebensqualität zu decken – eben den Bedarf. Darüber hinaus wollen wir nicht mit der Höhe der Vergütung eine Bewertung der Arbeitsleistung vornehmen.

So bekommen Menschen mit Kindern mehr Einkommen als Alleinstehende, da diese für die Versorgung der Kinder mehr Geld benötigen als Einzelwesen.

Nicht die Menge der Arbeitsstunden oder die gesellschaftlich höher bewertete Arbeit bestimmt über den Verdienst, sondern die sinnvollen Kosten, die der Alltag aufwirft.

Die Wertschätzung für die Mithilfe, die jeder hier am Tempelhof einbringt, erfolgt nicht durch eine Bezahlung, sondern in der für alle sich steigernden Lebensqualität hier in unserem Dorf.

Die daraus sich ergebenden Einkommen sind um einiges geringer als in der Wirtschaft außerhalb unseres Dorfes. Dadurch reichen die Gelder, die wir zur Umsetzung unserer Ziele und Visionen haben, weiter. Können wir mehr soziale oder kulturelle Ideen für uns verwirklichen und trotz weniger eigener Finanzmittel ein Leben in Fülle für uns Alle ermöglichen. Oder wie es in unsere Vision heißt: Geld soll lebendige und lebensfördernde Prozesse anregen und nicht weiter Wertungs- und Bewertungssysteme stärken.