Vielfalt

Vielfalt

Wir haben kein geistiges, politisches Dogma oder theoretische Glaubensvorgaben irgendwelcher Art....

Stand: 9. März 2013

1. Wie kann man euch erreichen?

Per Telefon: 07957 9239-030

Oder gerne auch ganz “altmodisch” per Brief unter:
Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof eG,
Tempelhof 3, 74594 Kreßberg

Viele Antworten finden Sie bereits auf unserer Webseite www.schloss-tempelhof.de
Gerne können Sie auch Fragen unter info@schloss-tempelhof.de stellen. Unser Info-Team Judith Goldblat und Agnes Schuster kann viel zu unserem Projekt erzählen.
Wenn Sie telefonische Auskünfte suchen, ist uns Info-Team auch am
Dienstag vormittag von 9.00 – 12.00 Uhr unter 0162-7218943 (Judith Goldblat)
Freitag nachmittag von 15.00 – 18.00 Uhr unter 0176-22882462 (Agnes Schuster) zu erreichen.

Sollten Sie sich für eine konkrete Veranstaltung (siehe auch “Veranstaltungen“) interessieren, gehen Sie bitte auf die Webseite unter: https://www.schloss-tempelhof.de/home/veranstaltungen. Hier ist Raum Fragen zu stellen und sich anzumelden. Sonia Willaredt vom Veranstaltungsteam wird Auskunft geben.

Wenn Sie uns besuchen wollen, dann schicken Sie bitte eine Mail an
besuch@schloss-tempelhof.de. Unsere Gästebetreuung (Illo Lehr, Christine Mühlich und MarieLuise Stiefel) werden Sie betreuen und empfangen.

Wenn Sie uns konkret finanziell unterstützen wollen, dann gibt es die Möglichkeit unter zukunftsanlagen@schloss-tempelhof.de näheres zu erfahren. Wolfgang Sechser, Roman Huber oder Harald Wutte freuen sich auf ein Gespräch.

2. Wie kann man das Projekt jetzt sinnvoll und nachhaltig fördern?

Variante 1: Sie stiften einen Betrag in die grund-stiftung am Schloss Tempelhof und sichern damit der Gemeinschaft Grund und Boden – insbesondere auch für unser “Waldprojekt”
grund-stiftung am Schloss Tempelhof (gemeinnützig)
GLS-Gemeinschaftsbank eG, Konto-Nr. 8207975100, BLZ 430 609 67
Stiftungsratsvorsitzender: Harald Wutte 0821-700 1234

Variante 2: Sie werden Fördermitglied im Schloss Tempelhof e.V. und fördern unsere gemeinnützigen Projekte durch einen beliebigen monatlichen Beitrag oder eine Spende
Schloss Tempelhof Verein eV (gemeinnützig)
Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nr.:8781700, BLZ 660 205 00
Vereinsvorstand: Tel: 0163-16 19 512 – MarieLuise Stiefel

Variante 3: Sie unterstützen unsere Tempelhof- Energiewende. Wir planen gerade eigene Stromerzeugung mit Photovoltaik und einer Mist/ Gülle Biogasanlage. Sie können sich daran beteiligen und uns eine Mail mit Ihren Fragen unter zukunftsanlagen@schloss-tempelhof.de schicken. Unser Energieteam wird Ihnen antworten

Variante 4: Sie können jungen Menschen, die sich mit viel Leidenschaft und Engagement hier einbringen, in Form einer Patenschaft helfen. Hierzu schreiben Sie uns bitte unter patenschaft@schloss-tempelhof.de. Unser Team Ramona Pump und Pascal Suter freuen sich.

Variante 5: Sie werden mit einer Einlage von 1.000,-€ investierendes Mitglied der Genossenschaft Schloss Tempelhof eG und unterstützen unser Projekt durch zusätzliche längerfristige Darlehen ab 10.000,-€
Schloss Tempelhof Genossenschaft eG
GLS-Gemeinschaftsbank eG, Konto-Nr. 8202 3985 00, BLZ 430 609 67
Genossenschaftsvorstand: Tel. 0179-91 620 56 – Roman Huber

3. Was ist ein investierendes Mitglied?

Investierende Mitglieder unterstützen unser Projekt ideell und finanziell. Sie werden zu genossenschaftlichen, festlichen und anderen Veranstaltungen eingeladen und können ihre inhaltlichen Vorstellungen einbringen, haben jedoch kein Stimmrecht in der Genossenschaft. Als investierendes Mitglied können Sie die Entwicklung der Zukunftswerkstatt unmittelbar begleiten.

4. Welche Wege gibt es, um bei euch einzusteigen?

Wenn Sie Interesse haben bei uns einzusteigen, können Sie auf unsere Website unter Kontakt das entsprechende Formular ausfüllen. Anschließend könnten Sie sich für die nächste Info-Veranstaltung anmelden. Die einzelnen Termine finden Sie unter “Veranstaltungen”

Wichtig wäre für einen Einstieg das Projekt vorab gut anzuschauen, sich einzusetzen und so auch für die Gemeinschaft umgekehrt als Mensch sichtbar zu werden. In der gemeinsamen Arbeit kann jede-r seine eigene Vision prüfen – und dabei auch noch das Projekt ganz praktisch unterstützen. Wer Interesse hat meldet sich unter Jobs.

Seit 2012 bieten wir auch einen gemeinschaftsbildenden Prozess aus zwei aufbauenden Kursen an – GIP1 und GIP2 (ehemals TIP1 und TIP2). Die Kurse sind Voraussetzung für eine eventuelle Anäherung an den Tempelhof. Näheres hier

5. Kann man überhaupt noch dazu kommen?

Momentan leben 120 Menschen (90 Erwachsene und 30 Kinder) am Tempelhof. Viele Menschen wollen darüber hinaus an unserer Zukunftswerksstatt teilhaben. Der zur Verfügung stehende Wohnraum ist inzwischen weitgehend belebt. Nach Verabschiedung unseres Bebauungsplans haben wir nun vielfältige und freilassende Möglichkeiten uns baulich zu erweitern. Deshalb gilt es nun soziale, finanzielle und handwerkliche Kräfte zu bündeln um gemeinsam kreativen neuen Wohnraum zu schaffen.

Da unsere Annäherungszeiten für ein Jahr angesetzt sind, können wir allen Interessenten weiter empfehlen sich zu zeigen, mitzuarbeiten und uns zu unterstützen – am besten gleich in einer unserer Projektgruppen. So wird die Übergangszeit bis zum möglichen Einzug gleich unser gegenseitiges Kennenlernen.

Einige Interessenten haben sich in der nahen Umgebung eingemietet und begleiten uns nun täglich in unserer Arbeit und unseren Prozessen.

Und wie in jedem Dorf gibt es auch bei uns Veränderungen in den Wohnungssituationen, sodass spontan auch mal ein oder mehrere Plätze frei werden können.

Weitere Informationen zum Einstieg in die Tempelhofgemeinschaft

6. Wie viel Geld braucht man um einzusteigen?

Während der Annäherungszeit werden die Einlagen von 30.000,- € als Darlehen eingezahlt, damit wir den Tempelhof möglichst Bankenunabhängig aufbauen können. Bei Aufnahme als Vollmitglied in die Genossenschaft werden die Darlehen als Genossenschaftseinlagen und davon 20.000,-€ als freie Einlagen verbucht. Damit hat man ein Wohnrecht in der Genossenschaft, bereits 10 m2 Wohnraum ohne Grundnutzungsgebühren und ist an dem gesamten Projekt mitbeteiligt. Sollte eine Aufnahme als Vollmitglied vom Dorf oder dem Interessenten nicht gewünscht sein, werden die Darlehensbeträge entsprechend der Laufzeit des Darlehensvertrages wieder zurückgezahlt.

7. Kann man auch ohne finanzielle Einlage in der Genossenschaft Tempelhof wohnen, indem man Miete zahlt und später Genosse wird?

Jeder Mensch, der sich für das Gemeinschaftsleben am Tempelhof entscheidet, muss sich darum bemühen, die nötige Einlagen einzubringen, da wir besonders am Anfang des Projektes auf diese Gelder für den Grundstückskauf und den Ausbau angewiesen sind. Allerdings können nach Absprache mit unserem Koordinationskreis die Genossenschaftseinlagen auch mit Sachwerten oder durch Arbeitseinsatz eingebracht werden. Diese Überlegungen benötigen anschließend immer auch einen Beschluss des Dorfplenums.

8. Wie finanziere ich meinen Lebensunterhalt am Tempelhof?

Jeder Mensch, der an den Tempelhof zieht, muss in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Gleichzeitig beginnen wir bereits mit der Binnenwirtschaft, d.h. in der Verwaltung, am Bau, in der Küche und in der Landwirtschaft arbeiten bereits Mitglieder der Gemeinschaft gegen ein Bedarfseinkommen. Unsere Vorstellung von Zusammenleben ist, dass jeder gibt was er kann – und bekommt was er braucht.

9. Wie funktioniert die Annäherungszeit?

Die Annäherungsphase dauert 12 Monate ab Beginn der Vereinbarung. In dieser Zeit nimmt man am Gemeinschaftsleben sowie an mindestens sechs Wir-Prozess-Wochenenden der Gemeinschaft teil. Innerhalb dieser 12 Monate muss außerdem mindestens über einen Zeitraum von 3 Monaten der Lebensmittelpunkt am Tempelhof sein. Am Schluss wird darüber im Konsens entschieden ob die Voll-Mitgliedschaft ansteht, verschoben werden soll oder ob das Zusammenleben, beiderseits, doch nicht vorstellbar ist.

10. Habt ihr eine besondere spirituelle Ausrichtung?

Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen spirituellen Traditionen. Wir vereinen am Platz praktisch alle großen Weltreligionen. Der Tempelhof sieht sich als Experiment, ein Zusammenleben unterschiedlicher Wege zu gemeinsamen Zielen erlebbar zu machen.

11. Was meint Vielfalt?

Wir sind keine Anhänger irgendeines Dogmas. Wir beabsichtigen, dass jeder Mensch dem spirituellen und kulturellen Weg, der ihm ganz persönlich entspricht, nachgehen kann und unterstützen uns gegenseitig in diesem Vorhaben. Wir achten darauf, niemandem unsere eigenen Überzeugungen überstülpen zu wollen oder die Philosophie eines anderen schlecht zu machen.
Gleichzeitig wollen wir am Tempelhof keine Beliebigkeit, sondern eine Ausrichtung, die ein sozial verbindliches und friedliches Zusammensein ermöglicht. Das braucht gemeinsame Spielregeln.
Alle gegenwärtigen und zukünftigen DorfbewohnerInnen können gleichzeitig an unseren Werten, Spielregeln und Visionen weiter mitarbeiten. So bleiben unsere Ziele Ausdruck unseres tatsächlichen sozialen Lebens.

12. Was ist der Scott-Peck-Prozess?

Der Scott-Peck-Prozess ist eine Methode, um die Gemeinschaftsbildung zu erleichtern, sich authentisch und ehrlich begegnen zu können, Konflikte bewusst in Angriff zu nehmen und zu lösen. Wir praktizieren sie seit dreieinhalb Jahren und haben sehr schöne Erfahrungen damit gemacht. Ein wesentliches Prinzip dabei ist das All-Leader-Prinzip, das bedeutet, es gibt keine Anleiterin, keinen Leader oder eine sonstige Führungsfigur, sondern jeder ist für das gesamte Geschehen mitverantwortlich.

13. Muss man den Scott-Peck-Prozess mitmachen, wenn man am Tempelhof wohnt?

Da der Scott-Peck-Prozess (unter uns auch “Wir-Prozess” genannt) unsere momentane gemeinschaftsbildende Methode ist, sollte jede(r) am Tempelhof sich damit vertraut machen und bei den Sitzungen dabei sein. Wir halten eine kontinuierliche emotionale Arbeit an uns selbst und unseren Beziehungen für die Entwicklung eines friedlichen sozialen Gemeinwesens für notwendig. Mit der Zeit wollen wir auch andere gemeinschaftsbildende Methoden ausprobieren und damit experimentieren.

14. Welche Projekte werden bei euch realisiert?

Alle geplanten Projekte am Tempelhof leben und blühen mit den Menschen auf, die dafür stehen und sich mit Leidenschaft und Engagement einsetzen. Wir haben keinen theoretischen Masterplan, sondern schaffen einen weiten freien Raum für kreative, unternehmerische Menschen, die ihre Träume, Ideen und Projekte umsetzen und auf den Boden bringen wollen.
Bislang haben wir einen Baubetrieb mit Schreinerei, einen Landwirtschaftsbetrieb, Käserei, Gärtnerei, Kantine, einen Netzwerkbetrieb, eine Werkzeugschleiferei, eine Bäckerei und ein Seminarhaus. Wir planen in den nächsten Monaten ein Cafe, einen Naturkostladen und verschiedene Kulturveranstaltungen, sowie Flohmärkte. Ebenso sind Betriebe im Gesundheitsbereich im Entstehen. Darüber hinaus hat sich ein Büro von Mehr Demokratie Deutschland am Tempelhof angesiedelt.
Wir sind offen für alle Projekte, die mit unseren Werten vereinbar sind und einen gesellschaftlich-kulturell-geistigen Wandel zum Inhalt haben.

15. Was ist ein “Solidarbetrieb”?

Ein Solidarbetrieb wird durch Menschen aus der Gemeinschaft im Team aufgebaut und gleichzeitig von diesen unternehmerisch geführt. So können sowohl das Eigeninitiativprinzip, wie auch das Mitbestimmungsprinzip in ein gesundes Gleichgewicht kommen. Die Mitarbeiter lassen sich ein Bedarfseinkommen auszahlen oder arbeiten ehrenamtlich. Überschüsse fließen in die Genossenschaft “Schloss Tempelhof eG”, um weitere gemeinsame Projekte zu finanzieren. Unsere zwanzig monatlichen Gemeinschaftsstunden werden ebenfalls in den Projekten eingebracht

16. Gibt es bei euch nur Solidarbetriebe?

Nein, es sind verschiedene Arten sich zu finanzieren möglich. Manche arbeiten weiter als Selbstständige in eigener Regie oder sind außerhalb des Tempelhofes angestellt. Grundsätzlich streben wir eine gemeinsame Ökonomie an, die Aspekte von Geben, Nehmen und Schenken wieder sichtbarer machen kann. Wir glauben allerdings, dass dies nur freiwillig und im gemeinsamen sozialen Begegnungsraum entstehen kann.

17. Seid ihr Vegetarier?

Es gibt sowohl Vegetarier als auch Nicht-Vegetarier. Das Essen in der Gemeinschaftsküche ist überwiegend vegetarisch.

18. Haltet ihr Tiere?

Wir halten zurzeit rund 50 Ziegen und 50 Hühner am Platz. Käse, Milch, Jogurt und Eier füllen neben den Produkten aus unserer Gärtnerei unsere täglichen Mahlzeiten in der Kantine auf. Fünfzig Bienenvölker sind auf den Wiesen rund um den Tempelhof unterwegs. Hunde und Katzen können von Besuchern und Gästen leider nicht mitgebracht werden.

19. Gibt es Internet und Festnetz am Tempelhof?

Wir haben Telefonanschlüsse und schnelle DSL-Internetzugänge in fast allen Gewerbe- und Wohnräumen am Tempelhof eingerichtet. Dabei verzichten wir auf jegliche wireless Technologien und arbeiten wir ausschließlich über Glas- und Kupferkabel, um Elektrosmog zu vermeiden.