Vielfalt

„Der nächste Buddha wird nicht in Form eines Individuums erscheinen. Der nächste Buddha könnte die Form einer Gemeinschaft annehmen, einer Gemeinschaft, welche Mitgefühl und liebevolle Zuwendung übt, einer Gemeinschaft, welche ein achtsames Leben übt. Dies könnte unser wichtigster Beitrag sein für das Überleben der Erde.“  – Thich Nhat Hanh

Was macht Gemeinschaften aus? Welche Voraussetzungen brauchen Menschen für Gemeinschaften?
Um die individuellen Voraussetzungen für gelingende Gemeinschaft geht es im GIP.

Ich und Gemeinschaft
GemeinschaftsIntensivProzess GIP

Wie gemeinschaftsfähig bin ich tatsächlich? Wie tief kann und willich mich auf ein Leben in Verbundenheit einlassen? Der GIP bietet Raum für eine intensive Selbsterforschung. Die individuelle Motivation, die „Begabung“ zum WIR und der persönliche Weg zur Gemeinschaftsfähigkeit können entdeckt werden. Die Erforschung beginnt beim “ICH” (Was macht mich aus, was will ich wirklich?) und geht hin zum “DU” (Wer bin ich im Spiegel eines Anderen?) und von dort in den größeren und offeneren Raum des WIR (Wer bin ich unter Vielen?).

Wir arbeiten mit unterschiedlichen Methoden aus der Visions-, Biografie- und Dyadenarbeit so – wie kontemplativer Kommunikation. Zentrale Themen wie Distanz und Nähe, Vertrauen und Kontrolle, Dienen und Führen, Nehmen und Geben und die Fragen “Wer bin ich” und “Wer ist ein Anderer” werden erforscht.

Dem Inhalt des Seminares folgend, führt die Art der Begleitung der Trainer von Anleitung über Begleitung hin zum offenen Raum des WIR-Prozesses, der radikale Selbstverantwortung der Teilnehmenden in einer “Group of AllLeader” fordert. Der Kurs richtet sich an Menschen, die an persönlicher Entwicklung und Selbsterfahrung als “Gemeinschaftswesen” interessiert sind. Wir bieten diesen Kurs auch zu Sonderterminen exklusiv für Gruppen an, die auf dem Weg zu einer eigenen Gemeinschaft sind.

Voraussetzung ist eine Mindestgruppengröße von zwölf TeilnehmerInnen.

Begleiter

gabriele-kaupp Gabriele Kaupp – Jg.1959, Mutter zweier Kinder, Sozialpädagogin, Visionssucheleiterin, Trainerin der Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie, Langjährige Erfahrung und Begleitung von Gemeinschaftsprozessen, lebte zuletzt 4 Jahre im Ökodorf Sieben Linden. Gründungsmitglied der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, Mitglied des BodenseeGemeinschaftsnetzwerkes „Wir und Jetzt“ (Transition). Pendelt derzeit noch zwischen Tempelhof und Bodensee, Leidenschaftliche Netzwerkerin, Facilitatorin von WIR- Prozessen (Scott Peck)
judith Judith Goldblat – Jg.1959, Mutter von drei Kindern 25 Jahre Erfahrung in Lebensgemeinschaften. Ausbildung zur Mal-Ort Dienenden bei Arno Stern. Geschäftsleitung (mit Partner Claus Reimers) der Penguincamps – eine Kombination von Fremdsprachen Erfahrung und freiem künstlerischem Ausdruck für Kinder und Jugendliche. Mitentwicklerin des „Forum“ als Kommunikationsform für Gemeinschaften Mitbegründerin des Gemeinschaftsdorfes „Zukunftswerkstatt Tempelhof“. Facilitatorin von Wir-Prozessen (nach den Empfehlungen von Scott Peck)
martina-jacobson Martina Jacobson – Jg.1979, Diplom Geografin, erforscht mit Leidenschaft innere Räume und begleitet Gruppen auf dem Weg zu wahrhaftiger Begegnung, verbal und non-verbal. Erfahrene Trainerin und Moderatorin im Bereich Projektmanagement, Organisationsentwicklung und Kommunikation. Tempelhoferin seit 2012, mehrere Jahre im Vorstand der Genossen-schaft mit dem Aufbau von Gemeinschaftsstrukturen befasst, jetzt im Aufsichtsrat und in der grund-stiftung am Schloss Tempelhof tätig mit der Leitfrage „Wie gelingt gesellschaftlicher Wandel? www.martinajacobson.net
Werner Ratering Werner Ratering – Jg.1954, Vater eines Sohnes, seit 1982 freischaffender Künstler mit dem Schwerpunkt Steinbildhauerei und Grafik. Teilnehmer der ersten Ausbildung von Hagia Chora in Geomantie, Ausbildung als Facilitator für den Dialog-Prozess an der Adolf-Reichwein-Gesellschaft in Osnabrück, Leadership Education Program zum Prozess-Begleiter von Community-Building nach Scott Peck, Lehraufträge für Steinbildhauerei und „Kunst in homöopathischer Dosis“ an der Fachhochschule in Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen seit 2005, zahlreiche geförderte Projekte von „Kultur und Schule“ in NRW seit 2002. www.werner-ratering.de
wolfgang-sechser Wolfgang Sechser – Jg.1961, Vater eines Sohnes, Philosoph und Unternehmer, der zwischen 1988 und 2005 drei Firmen im Bereich Bau und Wassertechnik aufgebaut hat. Mitbegründer der „Initiative In Gemeinschaft Leben“ und des Gemeinschaftdorfes „Zukunftswerkstatt Tempelhof“. Entwicklung der Wirtschaftgemeinschaft „Der Zehnte“, Vortagsredner über „Die Mystik des Geldes“, Anleiter von Geldworkshops, Arbeit mit Prozess- und Impulsmoderationen, Mitentwicklung des WIR-Prozesses (nach den Empfehlungen von Scott Peck), Organisationsbegleitung von Firmen und Einzelpersonen, Meditationslehrer und Mediator.

Die Stimme eines Teilnehmers

Hallo Ihr Lieben,

kürzlich nahm ich an dem Gemeinschaft-Intensiv-Prozess GIP 2 (heute WIA)  in der Gemeinschaft Tempelhof in Kreßberg teil. Mein Anstoß waren meine gewonnenen Erfahrungen aus dem GIP 1, den ich im Frühjahr 2014 besuchte. Beide Kurse werden von einem WIR-Prozess begleitet basierend auf den Empfehlungen von Scott Peck. Der GIP 1-Prozess und besonders der WIR-Prozess waren für mich bedeutende Schritte wieder mehr zu mir selbst zurückzufinden. Im GIP 1 steht die Frage nach „Ich und Gemeinschaft“ im Mittelpunkt. Ich habe es als eine Forschungsreise zu meinem eigenen Ich empfunden. Innerhalb von fünf Tagen erarbeiteten sich die Teilnehmer einen Weg mit dem eigenen Selbst Kontakt aufzunehmen und so seinen eigenen Potentialen und Grenzen, der lichten und dunklen Seite stärker bewusst zu werden. Dadurch kann ich heute etwas besser einschätzen was ich im Guten, wie auch im Problematischen in eine Gemeinschaft einbringen würde. Durch vielfältige Formen der Gruppenarbeit und Dialogformen entsteht ein geschützter Raum in dem die Teilnehmer den notwendigen Mut fassen können, sich, in Vertrauen auf das wechselseitige Wohlwollen, mit großer Offenheit zu begegnen.

Auch außerhalb der Seminararbeit gab es genug frei Zeit, in der sich die Teilnehmer untereinander begegnen konnten. Dieser informelle Austausch trug ganz entscheidend für die Bildung einer temporären Gemeinschaft bei. Dabei entstanden derart tiefe und authentische Gespräche, wie ich sie mir öfter in meinem Alltag mit Freunden wünsche, aber sie nur ganz selten zustande kommen.

Der GIP 2 stellt hingegen die Frage nach dem „Ich in Gemeinschaft“ in den Mittelpunkt und stiftet folgerichtig einen persönlichen Forschungsraum für sieben Tage (zzgl. drei Tage WIR-Prozess) in dem ich mich in Gemeinschaft bewege; also eine Art Selbstreflexion auf die erarbeiteten eigenen Potentiale und Grenzen im GIP 1. Die Begleiter/innen von Tempelhof geben dabei eine grobe Struktur vor, halten den Raum, sorgen für grundlegende Orientierung, werden dabei aber überwiegend selbst Teil der Gemeinschaft und arbeiten in nahezu allen Phasen in den Projektgruppen aktiv als Teilnehmer mit. Das übliche Trainer-/Teilnehmer- Verhältnis wird dabei überwunden, was nach meinem Empfinden ganz erheblich zu der besonderen Qualität des Prozesses beiträgt. Unsere Begleiter/innen, mit ihren zweifelsfrei vorhandenen Fachkenntnisse und Erfahrungen, lassen sich auf das Risiko ein, ihre Kenntnisse nicht zu dozieren, sondern sie praktisch in ihrem täglichen Tun zum Ausdruck zu bringen. Gerade weil dadurch auch ihre Unvollkommenheit zum Ausdruck kam, agieren sie besonders überzeugend und authentisch.

Es war eine einmalige Erfahrung für mich innerhalb eines Seminars. Gerade weil jedes dozieren, therapieren oder missionieren vermieden wurde, entstand in der Woche ein Raum in dem sich die ganze Vielfalt von Situationen zwischen Menschen in Gemeinschaft entfalten und zeigen konnte – im Guten, wie auch außerhalb unsere Komfortzone, dort wo unsere Unsicherheiten, Ängste, Vorurteile auf uns warten. Das Erleben dieser gesamten Bandbreite machte für uns alle diesen Prozess so vital und ungemein wertvoll. In dem wir uns oft diesen unterschiedlichen Situationen stellten, sie  erlebten,durchfühlten und durchdachten, entdecken wir unsere derzeitigen Fähigkeiten und Grenzen in Gemeinschaft.

Rainer

Anmeldung

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Name & Adresse
(wenn nicht Deutschland)
Teilnehmer
Erwachsene
1. Erwachsener
Übernachtung inkl. Verpflegung

Vegetarische, saisonale Gerichte, überwiegend mit Lebensmitteln aus der eigenen solidarischen Landwirtschaft zubereitet, hochwertig, biologisch und garantiert frisch, gestern geerntet und heute verarbeitet. Darüber hinaus kaufen wir biologisch, möglichst regional, bzw. aus fairem Handel.

Die Vollverpflegung beinhaltet Frühstück, Mittagessen, Abendessen sowie Pausensnacks mit Wasser, Tee und Kaffee.

Unsere Preise verstehen sich pro Seminartag und Gast inkl. Vollpension und Nutzung der Infrastruktur. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind für die gesamte Dauer des Seminars zu bezahlen. Wir bitten um Verständnis, dass Abweichungen (spätere Anreise / vorzeitige Abreise) nicht berücksichtigt werden.

Sonstiges