Tempelhof Intensiv Prozess TIP 1 und TIP 2 - Wege in Gemeinschaft 2012
„Der nächste Buddha wird nicht in Form eines Individuums erscheinen. Der nächste Buddha könnte die Form einer
Gemeinschaft annehmen, einer Gemeinschaft, welche Mitgefühl und liebevolle Zuwendung übt, einer Gemeinschaft,
welche ein achtsames Leben übt. Dies könnte unser wichtigster Beitrag sein für das Überleben der Erde.“
Thich Nhat Hanh
Was aber macht Gemeinschaften aus? Welche Voraussetzungen brauchen Menschen für Gemeinschaften? Und warum werden Gemeinschaften immer wichtiger für eine nachhaltige Entwicklung? Diesen Fragen widmet sich die Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof im gemeinsamen Forschen, Arbeiten und Leben. Vielfalt, Authentizität, Transparenz, All-leaderschaft, Liebesfähigkeit, eine gemeinsame Ökonomie und eine Kultur des Feierns sind unsere verbindenden Werte. Der Spannungsbogen zwischen der persönlichen Entwicklung und dem Dienst am Gemeinschaftswesen formt unsere Kultur des Miteinanders. Bewusste Kommunikation und initiative, gemeinwohlorientierte Arbeit sind unsere Medien. Das Wechselspiel zwischen Form und Auflösung, zwischen Struktur und Prozess, bestimmt dabei unser tägliches Leben – der Alltag wird zur spirituellen Übung.
Aus diesem Kontext heraus, mitten in dem Wirkfeld Tempelhof, bieten wir Menschen in zwei aufeinander folgenden Intensivzeiten an, gemeinsam Wege vom „Ich in einer Gruppe“, bis hin zum „WIR als Gemeinschaft“, zu erfahren und zu erforschen.
Ziel der Intensivkurse ist, den Teilnehmern eine eigenständige Prozesserfahrung zu vermitteln: Von einer klar
formulierten persönlichen Gemeinschaftsvision und der Beantwortung der dabei auftauchenden Fragen, hin zu
umsetzbaren konkreten Gemeinschaftsschritten. Soziale Kompetenz und persönliche Kommunikationsfähigkeiten
werden dabei trainiert.
TIP 1 und TIP 2 sind darüber hinaus auch Voraussetzung für eine Annäherung an die Lebensgemeinschaft Schloss
Tempelhof. Die Kurse können auch einzeln gebucht werden.
In dem ersten 7tägigen Intensivteil (TIP 1) werden wir, unter dem Thema „Arbeit am gemeinschaftsfähigen Ich“, individuelle Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Gemeinschaftskultur kennen lernen. Die Tage dienen der Klärung der innersten Motivation und dem Überprüfen der eigenen Gemeinschaftsfähigkeit, um schließlich die persönliche Vision im gemeinsamen Kontext neu zu entwickeln. Feedback Übungen, Social Theatre, Körper- und Kunstausdrucksformen, Dyadentechniken und Anteile aus der Visionssuche werden uns dabei unterstützen. Offenheit, Vertrauen, Achtsamkeit und Klarheit sind unser Wertefeld – eine tägliche zweistündige Arbeitsmeditation gewährt erste Einblicke in Gemeinschaftsleben. Abgeschlossen wird dieser Teil durch einen WIR-Prozess nach Scott Peck, der auch von Quereinsteigern besucht werden kann – eine weitere Übung für die vorab gewonnenen Fähigkeiten
Im 10tägigen Aufbaukurs (TIP 2) werden wir konkrete Grundlagen einer individuellen vielfältigen Gemeinschaft mit praktischen Übungen entwickeln. Ein WIR-Prozess wird diese gemeinsame Zeit einleiten. Verschiedene Arbeitsmethoden und Gruppenübungen kreieren ein temporäres Gemeinschaftsleben analog zum Tempelhofer Dorf: Morgenkreise, Sozialplenen, 6stufige Konsensentscheidungen, Schlichtungsprozesse und insbesondere auch ein eigenes, gemeinschaftliches, abgeschlossenes Arbeitsprojekt. „ Sind wir bereit, eigene Konzepte und Überzeugungen loszulassen, damit in einem leeren Raum Unbekanntes miteinander entstehen kann?" Dieser Frage stellen wir uns in intensiven Übungen z.B. zum freien Umgang mit Geld, zur Schwarmintelligenz, zu sozialen Kooperationsformen. Elemente aus Dialog- und Forumsarbeit, dem Fishbowl und kontemplativer Kommunikation, Dragon Dreaming und dem Possibility Managment sind methodischer Teil der Intensivtage, die von erfahrenen Gründungsmitgliedern des Tempelhofes begleitet werden.
Alle Übungen sind dabei nur Hilfsmittel für eine möglichst gegenwärtige, prozesshafte Kursentwicklung – die Begleiter werden immer wieder selbst Teil dieses Prozesses. Damit wird die herkömmliche Vorstellung von Anleiter und Teilnehmer in Frage gestellt. Eigenverantwortung und Empfehlungen wie „Spreche von Dir, take a risk, folge Deinen Impulsen“ sind übergreifender Inhalt der gemeinsamen Tage.
Zeiten
TIP 1: 07.-13. Mai / 23.-29. Juli 2012 / 17.-23. September 2012
TIP 2: 05.–14. November 2012
Kosten
Der Energieausgleich für TIP 1 beträgt 445,-€ für 7 Tage einschließlich WIR-Prozess. Für TIP 2, einschließlich WIR-Prozess (10 Tage), beträgt der Ausgleich 585,-€. Die Vollverpflegung mit biologischem Essen und Getränke (Tee, Kaffee, Wasser) kostet 25,-€ pro Tag.
Unser Gästehaus bietet vom Einzel- bis zum Mehrbettzimmer verschiedene Kategorien und kann über individuell gebucht werden. Zelten und Camping ist ebenfalls möglich. Näheres kann mit unserer Gästebetreuung geklärt werden. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden bei Ankunft bar bezahlt. Die Kursgebühren bitten wir, vorab zu überweisen. Erst mit dem Eingang der Kursgebühr wird die Anmeldung verbindlich. Weitere Teilnahmebedingungen siehe unter „Veranstaltungen“
Begleiter
Judith Goldblat – 52 Jahre, Mutter von drei Kindern
25 Jahre Erfahrung in Lebensgemeinschaften. Ausbildung zur Mal-Ort Dienenden bei Arno Stern. Geschäftsleitung
(mit Partner Claus Reimers) der Penguincamps - eine Kombination von Fremdsprachen Erfahrung und freiem
künstlerischem Ausdruck für Kinder und Jugendliche. Mitentwicklerin des „Forum“ als Kommunikationsform
für Gemeinschaften
Mitbegründerin des Gemeinschaftsdorfes „Zukunftswerkstatt Tempelhof“. Facilitatorin von Wir-Prozessen
(nach den Empfehlungen von Scott Peck
Gabriele Kaupp – 52 Jahre , Mutter zweier Kinder , Sozialpädagogin,
Gründungsmitglied „Pauline 13e.V.“ sozialpsychiatrisches Netzwerk Bodensee
Seit 1989 Trainerin der Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie,
langjährige Gemeinschaftserfahrung, lebte zuletzt 4 Jahre im Ökodorf Sieben Linden ,
Facilitatorin von WIR- Prozessen (Scott Peck) Visionssucheleiterin (School of lost Borders),
begeisterte Netzwerkerin, engagiert in der Transition-Town-Bewegung Bodensee
Dr. MarieLuise Stiefel, 60 Jahre, Sozialwissenschaftlerin mit einer Leidenschaft für die Frage „Wie kommt das Neue
in die Welt“ und die Gestaltung kooperativer schöpferischer Prozesse,
Moderation von Großgruppen und Workshops, Dialogbegleiterin (Wiener Schule), Beratung bürgerschaftlicher
Projekte, langjährige Erfahrung als Führungskraft in der kommunalen Sozialplanung und in selbstverwalteten
Gruppen, wohnt seit April 2011 im Gemeinschaftsdorf Schloss Tempelhof und begleitet dessen Entwicklung u.a.
als Mitglied des Inneren Entwicklungskreises. www.prozessarchitektin.de
Werner Ratering – 57 Jahre alt, Vater eines Sohnes, seit 1982 freischaffender Künstler mit dem Schwerpunkt
Steinbildhauerei und Grafik. Teilnehmer der ersten Ausbildung von Hagia Chora in Geomantie, Ausbildung als
Facilitator für den Dialog-Prozess an der Adolf-Reichwein-Gesellschaft in Osnabrück, Leadership Education
Program zum Prozess-Begleiter von Community-Building nach Scott Peck, Lehraufträge für Steinbildhauerei und
„Kunst in homöopathischer Dosis“ an der Fachhochschule in Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen seit 2005,
zahlreiche geförderte Projekte von „Kultur und Schule“ in NRW seit 2002.
www.werner-ratering.de
Wolfgang Sechser – 50 Jahre alt, Vater eines Sohnes, Philosoph und Unternehmer, der zwischen 1988 und 2005
drei Firmen im Bereich Bau und Wassertechnik aufgebaut hat. Mitbegründer der „Initiative In Gemeinschaft Leben“
und des Gemeinschaftdorfes „Zukunftswerkstatt Tempelhof“. Entwicklung der Wirtschaftgemeinschaft „Der Zehnte“,
Vortagsredner über „Die Mystik des Geldes“, Anleiter von Geldworkshops, Arbeit mit Prozess- und Impulsmoderationen,
Mitentwicklung des WIR-Prozesses (nach den Empfehlungen von Scott Peck), Organisationsbegleitung von Firmen und
Einzelpersonen, Meditationslehrer und Mediator.
Thomas Waldhubel – 60 Jahre, Vater eines Sohnes. Dipl.- Psychologe, Sozialwissenschaftler, Supervisor DGSv,
seit 15 Jahren selbständiger Supervisor, Berater, Moderator (www.con-vivio.de). Erfahren mit vielen
Großgruppen-Formaten wie Open Space, World Work, Future Search, Dialog, World Café und CB nach Scott Peck.
Seit Sommer 2010 Mitglied der „Zukunftswerkstatt Tempelhof“.
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